Formen und Ursachen von Inkontinenz

Harninkontinenz kann in jedem Alter auftreten und sowohl bei Mann und Frau vorkommen. Der Schweregrad der Harninkontinenz korreliert sehr stark mit dem Leidensdruck obwohl auch schon geringer Harnverlust bei manchen Patienten eine erhebliche Einschränkung darstellen. Kinder sollten bis zum 5. Lebensjahr, allerspätestens vor Eintritt in die Schule, trocken sein.

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Von Harninkontinenz spricht man, wenn ungewollter, nicht kontrollierbarer und unfreiwilliger Harnverlust vorliegt.

Diese kann mehrere Ursachen haben. Die Entleerung der Harnblase ist ein komplexer Vorgang der eine gesunde Harnblase, einen gesunden Beckenboden, einen gesunden Schließmuskel und ein gesundes Nervensystem (Gehirn, Wirbelsäule) voraussetzt. In Österreich leiden oder hatten schon rund 800 000 Menschen Erfahrung mit Inkontinenz, sodass von einer sehr häufigen Erkrankung gesprochen werden kann.

Die gute Nachricht ist allerdings: Harnverlust ist heilbar und kein Schicksal bis zum Lebensende. Es gibt sehr gute und schonende Behandlungen, die rasch zur Heilung führen. Doch bevor eine individuelle Therapie eingeleitet wird, braucht es eine genau Einteilung Ihrer Harninkontinenz, denn dies ist der entscheidende Punkt.

Während die Harninkontinenz grob nach neurogenen (die Nerven betreffend; z.B. Polyneuropathie bei Diabetes, Multiple Sklerose, Demenz, Morbus Parkinson) und nicht-neurogenen Ursachen (z.B. Beckenbodenschwäche) unterschieden wird, hat sich in den wissenschaftlichen Gesellschaften die Unterteilung nach Symptomen durchgesetzt. Diese sind auch für den Laien besser verständlich und einfacher zu charakterisieren.

Drei große Formen von Inkontinenz

Dranginkontinenz
Bei dieser Form der Inkontinenz ist die Blase überaktiv (z.B. wie auch beim Harnwegsinfekt) und der Harnverlust mit einem starken, nicht zurückhaltenden Dranggefühl verbunden. Viele sprechen auch von Reizblase. Neurologische Erkrankungen, Wirbelsäulenschäden, chronische Infekt, Schrumpfblase, Medikamente, Bestrahlungen im Becken und Blasenkrebs können diese Form auslösen. Die Lebensqualität ist durch den Drang massiv eingeschränkt und eine Toilette muss ständig in Reichweite sein. Viele Patientinnen und Patienten versuchen durch eine geringe Trinkmenge (sehr schädlich) die Harnmenge und die Toilettengänge zu reduzieren.

Belastungs- oder Stressinkontinenz
Wenn die Beckenbodenmuskulatur zu schwach ist oder der Schließmuskel nicht mehr richtig arbeitet, kann eine Harnverlust beim Husten, Niesen, Sport und Arbeiten auftreten. Der Harnverlust tritt also bei Belastung auf und kann nicht zurückgehalten werden. Oft ist dieser Harnverlust unbemerkt und wird erst durch eine feuchte Unterhoseneinlage ersichtlich. Frauen sind tendenziell häufiger betroffen da Geburten und eventuell Senkungsprobleme die Ursache sein können. Auch übergewichtige Menschen haben ein Risiko dafür. Bei Männern tritt diese Form in 6-10% nach radikaler Prostataoperationen. Bei der Belastungsinkontinenz werden drei Schweregrade unterschieden. Während Grad 1 und 2 bei Anstrengung passiert, ist Grad 3 die schwerste Form (totaler Harnverlust), im Liegen und ohne Anstrengung.

Mischinkontinenz
Liegen Drang- und Belastungsinkontinenz gemeinsam vor, so spricht man von einer Mischinkontinenz. Meistens ist aber eine der beiden Formen ausgeprägter, sodass die Therapie zunächst auf diese Form fokussiert wird. Manchmal kann sich dadurch schon die andere Form bessern, sodass keine weitere Behandlung mehr benötigt wird.

Weitere seltene Inkontinenz-Formen sind die Überlauf-Inkontinenz (Harnverlust bei voller Blase bzw. Harnverhalt), die Giggle-Inkontinenz (Harnverlust bei Lachen) und die Inkontinenz durch eine Harnröhrenfehlmündung (umgeht Schließmuskel).

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Wann sollte ich zum Urologen?

  • Prostatavorsorge ab 45. Lebensjahr

  • Beschwerden beim Urinieren

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  • Schmerzen im Unterbauch

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  • Harnverlust - Blasenschwäche

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Über Priv.-Doz. Dr. Alexander Friedl

Der römische Dichter Ovid meinte einst: „Um zu genesen musst du viel Schmerzhaftes ertragen“. Die heutige Medizin ist ganz anders. Sie ist präziser und moderner geworden. Bei mir ist jeder Patient einzigartig und jeder Patient erhält eine individuelle Betreuung.

Es liegt in der Natur der Menschheit, dass Sympathie oft ausschlaggebend bei der Auswahl der Person seines Vertrauens ist. Mein Ziel ist es, Sie ganzheitlich zu betreuen, damit Sie schnell wieder beschwerdefrei sind. In meiner Ordination nehme ich mir für Sie in angenehmer Atmosphäre genug Zeit und gehe auf alle Ihre Bedürfnisse ein.

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  • „Ich bin sehr froh Dozent Friedl kennengelernt zu haben. Nach der Behandlung ging es mir wieder sehr gut und ich habe keinen Harnverlust mehr. Ich kann diesen Arzt nur weiterempfehlen.“

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  • „Doktor Friedl ist ein absoluter Fachmann in seinem Gebiet. Schöne Ordination, kaum Wartezeiten, sehr fürsorgliche Betreuung vor, während und nach der Operation. Dafür danke ich Ihm sehr.“

    Gustav E.

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